Montag, 12. Oktober 2015

Oktober

Vom zu heißen Sommer zum zu kühlen Oktober - der erste Frost überrascht uns bereits, und es sollen weitere kühle und vor allem nasse Tage folgen. Das gibt kalte Igelfüße....
Nur sehr wenige Stachelritter kommen nach dem heißen Sommer noch vorbei - mehr als drei sind es nicht.
Darunter auch Dimitri. Ich finde ihn im Futterhaus. Längst nicht mehr so temperamentvoll wie einst. Er bringt gute 1000 Gramm auf die Waage und sollte sich nun eigentlich auf den Winterschlaf vorbereiten, und zwar nicht im Futterhaus!  Vorsichtshalber stelle ich das Sorgenkind beim Tierarzt vor....

Dimitri ;-)





Samstag, 15. August 2015

Die Not ist groß

Mit der Sommerhitze kommt auch großeTrockenheit; die Meteorologen sagen, so trocken sei es seit 50 Jahren nicht mehr gewesen. Bis zu einem halben Meter tief sei die Erde ausgetrocknet.
Elbe und Mulde führen rekordverdächtig wenig Wasser.
Die Sträucher werfen die müden Blätter ab und geben der inzwischen verdörrten Wiese endgültig etwas Herbstliches.
Da wird es schwierig mit der Nahrungssuche für die tapferen Stachelritter.
Nur vier Igel kann ich noch beobachten; allabendlich bekommen sie von mir nun Futter, um ihnen über die Notzeit zu helfen.
Erschöpft sind sie, wenn sie in der Dämmerung unter meinem Fenster eintreffen.
Nach schweren Unwettern droht nun tagelanger Dauerregen...




Freitag, 17. Juli 2015

Ein zu heißer Sommer

Flimmernde Hitze, tropische Nächte, kräftige Gewitter - der Sommer läuft zur Höchstform auf. Und verlangt den Tieren alles ab. Denn es regnet viel zu wenig, große Trockenheit macht den Tieren zu schaffen.
Die Trinkschalen auf der Wiese sind sehr gut besucht, aber Igel kann ich kaum noch beobachten.
Wie schon in den Jahren zuvor fehlen mit Beginn der Sommerhitze einige der Stachelritter.
Eine mögliche Erklärung finde ich unfreiwillig bei Diederike.
Dem Stachelmädchen, das letzten Herbst mit einer Wunde hinter dem Ohr und einer Teillähmung von mir aufgegriffen wurde
. Die Verletzung war schnell ausgeheilt; auch lief die Igelin wieder normal nach dem Winterschlaf. Den hinteren Teil ihres Stachelkleides konnte sie noch immer nicht wieder aufstellen, doch nach Beratung mit Igelexperten wurde Diederike ausgewildert.
Mein flaues Gefühl blieb, aber Diederike ging es über die Monate prächtig.
Bis zur ersten Hitzeperiode vor gut zwei Wochen....
Ich finde sie nachmittags, in der Sonne liegend - das Thermometer zeigt 38 Grad im Schatten.
Ich lege sie an einen halbwegs kühlen Ort, benetze sie mit Wasser.
Ihr Körper ist über und über mit Maden bedeckt; unzählige Fliegen umschwirren das arme Wesen. Aus beiden Ohren kommen Blut und Maden. Ich rufe umgehend bei meinem Tierarzt an - der ist hunderte Kilometer weit weg...
Es ist eh alles zu spät, der geschundene Körper zuckt und krampft, wenige Minuten später stirbt Diederike. Elendig.
Vermutlich lässt die Hitze Keime sich rasend schnell vermehren und es kommt zu einer Infektion, die es bei normalen Temperaturen so nicht gegeben hätte.
Und da Igel am Boden leben, haben sie wohl alle irgendwelche Keime im Schlepptau....
Dass zudem hunderte Igel im Hochsommer verdursten, weil sie kein Wasser finden, ist eine traurige Tatsache...
Bitte stellt Trinkschalen mit täglich frischem Wasser auf für die tapferen Stachelritter!








Freitag, 3. April 2015

Frohe Ostern!


Der Frühling lässt sich Zeit dieses Jahr; und so schlafen die Igel noch brav in ihren Häusern und Verstecken irgendwo in den Gärten....
So besteht  - zumindest in unserer Region - keine Gefahr, dass die Igel in Osterfeuern verbrennen können.

Ich wünsche Euch ein frohes Osterfest mit viel Sonne, fröhlichbunten Eiern und guter Laune!