Donnerstag, 31. Oktober 2019

Happy Halloween!

Ende Oktober - die Igel sollten nun längst alle im Winterschlaf sein. Für alle Fälle bestücke ich das Futterhaus unter den Ahornbäumen mit Futter und kontrolliere es täglich. Vielleicht verirrt sich ja doch ein Igelkind auf der Suche nach Futter hierhin und findet Hilfe in der Not, denn Frost sorgt ein paar Tage für extrem kalte Igelfüßchen.
Auf jeden Fall wünsche ich Euch HAPPY HALLOWEEN!


Sonntag, 27. Oktober 2019

Bitte keine Igel "einsammeln"!

Nein, kein Stachelritter verirrt sich nach Igelanien. Dafür fällt mir bei facebook eine Gruppe zum Thema Igel auf. Das weckt mein Interesse. Ich trete bei und schon lese ich eine Frage, dass jemand in seinem Garten auf ein Igelnest gestoßen ist - bewohnt von einer Igelin mit Jungen.
Reichlich spät, mag man denken. Es ist aber in einer der wärmsten Regionen Deutschlands, und das Wetter verwöhnt uns auch in diesem Jahr mit reichlich Wärmerekorden.
Sofort bekommt der Hilfesuchende Ratschläge: Er möge die Jungen doch bitte wiegen! Die schaffen es nicht mehr vor dem Winter, am besten gleich alle "sichern", alle mit der Mutter zusammen aufnehmen. Und dann natürlich schauen, ob man die bei einer Igelstation oder privaten Pflegestelle abgeben könne.
Ich kommentiere sofort, dass man eine Igelmutter NIEMALS stören darf, dass es oberstes Gebot ist, ein Igelnest NIEMALS anzurühren. Da hat er schon ein Kleines rausgeholt und gewogen.
Dann sperrt er die Kommentarfunktion, da sich die Kommentare widersprechen.
Ich hab noch Gelegenheit, auf PRO IGEL hinzuweisen.
Vom Tierschutzgesetz scheinen die wohlmeinenden Damen noch nicht viel gehört zu haben. Denn das sagt eindeutig, dass es verboten ist, die Igelfamilie zu stören, erst Recht, sie einfach ohne Grund aufzunehmen . Es gibt weder Dauerfrost noch Schnee....

Ich bitte Euch, keine Igel einzusammeln!

Eine Igelmutter, die in ihrem Nest gestört wird, wird ihren Nachwuchs woanders hinbringen und ihn damit natürlich in Gefahr bringen, schlimmstenfalls tötet sie die Jungen. 
Der Stress gefährdet die Gesundheit der Jungen, ein Ausweichnest wird  nicht so gut gepolstert sein wie das eigentliche, es droht Unterkühlung.
Der Mensch macht also alles nur noch viel schlimmer.
Die geeignetste Hilfe ist ein Zufüttern. In einiger Entfernung, mit Katzenfutter und natürlich täglich frischem Wasser.
Bei dringenden Fragen findet Ihr seriöse und kompetente Hilfe im Igel- Hilfe- Forum.

Jedes Jahr erreichen uns die Meldungen von Tierquälerei und nicht artgerechter Haltung von selbsternannten Igelpflegern. Da kann man den Igeln nur Glück wünschen, nicht von solchen Menschen gefunden zu werden.




Freitag, 11. Oktober 2019

Eine lange Zeit

Endlich finde ich Zeit, wieder etwas zu schreiben.....
Zu turbulent waren die letzten Monate. Von den drei Stachelrittern, die Igelanien besuchten, hat der Fuchs ausgerechnet das eine verbliebene Weibchen gefressen - die Stacheln hat er liegen lassen.
Die beiden Männchen ließen sich fortan immer seltener sehen. Auch diesen Sommer herrschte extreme Trockenheit. Seit September nun kann ich keinen einzigen Igel mehr beobachten.
Keine Hinterlassenschaften, kein Husten - nichts.
Auch bei meiner Igel- Bekannten fehlen die Igel. Die gut befüllten Futterhäuser bleiben unberührt.
Das macht traurig.
Ob Igelkinder den Weg nach Igelanien finden werden, bleibt fraglich.



Donnerstag, 13. Juni 2019

Rosige Zeiten

So ganz langsam - im wahrsten Sinne Schritt für Schritt - finde ich in mein gewohntes Leben zurück und kann mich endlich wieder um Igelanien kümmern.
Es geht nur mühsam mit Krücken, aber es geht! ;-)
Manche Pflanzen sind vertrocknet, denn es ist schon wieder viel zu trocken.
Vieles kann ich durch das Gießen retten, und ich bin sehr dankbar, den Pflanzen Gutes tun zu können.
Inzwischen blühen die Rosen und verschönern Igelanien mit ihrer zarten Eleganz.
Nach wie vor kann ich nur drei Igel beobachten, die sich gut unterscheiden lassen - der kleine, sehr dunkle Levi, ein heller Igel, vermutlich ein Weibchen, und ein sehr großer, etwas dunklerer Igel.
Sie sind recht scheu, was mir nur Recht sein kann. Feinde gibt es genug ringsum.
Da bin ich froh, dass  die Stachelritter schnell Schutz finden im dicht bewachsenen Beet.
Trockenheit und Hitze machen den Tieren das Leben schwer - bitte stellt Trinkschalen mit täglich frischem Wasser bereit!