Donnerstag, 13. Juni 2019

Rosige Zeiten

So ganz langsam - im wahrsten Sinne Schritt für Schritt - finde ich in mein gewohntes Leben zurück und kann mich endlich wieder um Igelanien kümmern.
Es geht nur mühsam mit Krücken, aber es geht! ;-)
Manche Pflanzen sind vertrocknet, denn es ist schon wieder viel zu trocken.
Vieles kann ich durch das Gießen retten, und ich bin sehr dankbar, den Pflanzen Gutes tun zu können.
Inzwischen blühen die Rosen und verschönern Igelanien mit ihrer zarten Eleganz.
Nach wie vor kann ich nur drei Igel beobachten, die sich gut unterscheiden lassen - der kleine, sehr dunkle Levi, ein heller Igel, vermutlich ein Weibchen, und ein sehr großer, etwas dunklerer Igel.
Sie sind recht scheu, was mir nur Recht sein kann. Feinde gibt es genug ringsum.
Da bin ich froh, dass  die Stachelritter schnell Schutz finden im dicht bewachsenen Beet.
Trockenheit und Hitze machen den Tieren das Leben schwer - bitte stellt Trinkschalen mit täglich frischem Wasser bereit!









Sonntag, 26. Mai 2019

Alle Vöglein sind schon da!

Ein Sprosser
Erst Ende Mai höre ich erstmals das fröhliche Kreischen der Mauersegler hoch oben; die Akrobaten der Lüfte sind ungewöhnlich spät eingetroffen in diesem Jahr.
Dafür singen die Sprosser fleißig ihre schönen Melodien - man kann sie meist nur nachts hören, wenn der Lärm der Menschen nachlässt.
Wie schon letztes Jahr gibt es leider wieder Kämpfe zwischen den beiden Nebelkrähen-Pärchen, die Igelanien als Revier beanspruchen. Es geht heftig zur Sache, und an einem Regentag hören die jungen Eltern des einen Paares plötzlich auf, zu füttern.
Bauen neu am Nest.
Die Jungvögel von Spatzen, Meisen, Rotschwänzchen und Staren sind nun flügge und veranstalten ein großes Spektakel, um weiterhin von ihren Eltern gefüttert zu werden.
Vor allem die Starenkinder sind sehr aufgeregt und sehr laut. *g*
Es ist eine große Freude, die Vögel beobachten zu können. Ich hoffe, es werden nicht noch weniger.
Natürlich füttere ich auch die Vögel zu.
Denn das dramatische Verschwinden der Insekten raubt den Vögeln die Nahrungsgrundlage. 
Die gefiederten Freunde brauchen alle Hilfe, die sie bekommen können.
Dabei ist es so leicht, ihnen Gutes zu tun - eine Trinkschale mit täglich frischem Wasser, auf freier Fläche stehend, damit sich kein Feind ungesehen anschleichen kann -  ist hochwillkommen und rettet Leben.
Und auch die Stachelritter suchen als erstes, nachdem sie aufgewacht sind abends, die Trinkschale auf, um lange und ausgiebig zu trinken.
Das hört sich übrigens sehr niedlich an. ;-)


Familie Star badet. ;-)



Donnerstag, 23. Mai 2019

Aller guten Dinge sind DREI

Kühl bleibt der Mai, ab und an regnet es mal.
Selbst bei tristem Grau leuchtet das prächtige Mai-Grün in allen Schattierungen - bunte Farbtupfer von Lilien, Pfingstrosen und Nachtviolen lassen Igelanien ganz prachtvoll aussehen.
Tatsächlich kann ich mehrere Igel auf der Wiese beobachten. Wieviele sind es?
Nach einigen Abenden sehe ich drei Igel gleichzeitig, die den Weg nach Igelanien finden.
Drei - wo sich sonst um diese Zeit mindestens ein Dutzend Stachelritter hier getroffen haben.
Natürlich bleibt es daher auch ganz friedlich draußen. Kein Fauchen, Tuckern, Kämpfen.
Kein Igelkarussell. Auch kein Husten. Immerhin.
Ich würde die drei gern näher betrachten. Findet sich eine alte Markierung?
Ist ein ehemaliger Pflegling dabei?
Aber noch ist nicht daran zu denken, dass ich raus kann in den Garten. Ich muss mich gedulden...




Sonntag, 12. Mai 2019

Kühler Mai

Schon Ende April beginnt der Flieder zu blühen, und durch sehr kühle Temperaturen halten sich die Blütedolden wochenlang. Die Nächte sind teils empfindlich kalt, es gibt sogar Frost.
Bisher findet nur ein einziger Igel den Weg nach Igelanien.
Steuert zielsicher auf die Wiese zu, scheint sich also auszukennen.
Vermutlich hat er längst die Futterhäuser inspiziert und weiß, dass dort nichts zu holen ist.
Dieses Jahr fällt das Futter für den Stachelritter vom Himmel. ;-)
Ordentlich schmutzig sieht er aus. ;-)
Ich kann Fotos machen und erkenne eine alte Markierung.
Dieses Himmelblau ist die tollste Farbe der Welt. ;-)
Ich erkenne zwei himmelblaue Markierungen....

Ich schaue im Igeltagebüchlein nach und finde die Markierung - sie gehört zu einem Levi.
Kein Pflegling, aber ein Schlafgast vom Frühjahr 2018.
Ist also auch gut über den letzten Winter gekommen und hat offenbar ein richtig gutes Schlafnest drüben auf dem Kirchengrundstück, denn alle anderen Igel dort hat im Herbst Frau Dachs aufgespürt und vertilgt..... :-(
Abend für Abend - so gegen 21 Uhr - steht der Stachelmann artig am Bordstein auf der anderen Straßenseite, wittert kurz und läuft dann (meist) schnurgerade über die Straße.
Levi also. Willkommen zurück! ;-)