Sonntag, 31. Juli 2011

Happy End

Das Wetter ist so schlecht, dass der Sommer vermutlich selbst in Urlaub gefahren ist. *g*
Es regnet in Strömen, und das über viele Stunden. Gute 50 Liter auf den Quadratmeter sind zusammengekommen. Dazu unangenehmer Wind, 15 Grad Höchsttemperatur und tristes Grau...
Die drei Igel, die ich sehe, sind alle klatschnass und ohne Markierung. Es reicht immerhin für eine Prügelei und für ein Karussell. *lach*
Mit einem lauten Knall höre ich gestern einen Vogel gegen eine Scheibe fliegen... Vermutlich gegen ein Fenster meines Übermieters... 
Ich entdecke einen Buntspecht-Jungvogel, der benommen auf der Wiese sitzt. Er schaut mich  aufmerksam an und kann offensichtlich auch den Kopf bewegen.  Als ich mich ihm nähere, fliegt er hinauf in die Ahorn-Bäume. Ich bin sehr erleichtert. Noch mal gut gegangen! *freu*
Andere Vögel überleben diesen Unfall meistens nicht. Ich habe bereits seit längerem meine Fenster mit einem UV-Marker bemalt, denn Vögel können dieses UV-Licht im Gegensatz zu uns Menschen sehen und scheuen so vor den Glasscheiben zurück, besonders dann, wenn sich Fenster gegenüberliegen.
Natürlich habe ich Fotos vom letzten Juli- Tag für Euch..;-))))))


Donnerstag, 28. Juli 2011

Begegnung am Abend

Kurz nach 21 Uhr kommt der Igel, jeden Abend. Schon von weitem kann ich ihn hören, denn es gibt bereits raschelndes Laub. Er lässt sich Zeit, sucht unentwegt nach Käfern. Die Richtung ist klar - das Futterhaus unter dem Haselnuss-Strauch. ;-)))
Da es noch hell ist, kann ihn ihn gut beobachten. Ein schmucker Igel, und gut beisammen. *g*
Irgendwie sieht es aus, als würde er humpeln. Nicht bei jedem Schritt; allenfalls bei jedem dritten, aber da er eh bummelt, bin ich mir nicht sicher.
Das wär's ja gerade noch. Gebrochen scheint nichts zu sein, denn dann wäre der Gang ein ganz anderer.
Beobachten sollte ich das schon, also nehme ich die himmelblaue Farbe, einen Pinsel, die Taschenlampe und begebe mich zum Futterhaus, in dem es dem Igel bereits gut schmeckt.
Das Schmatzen klingt soooooo niedlich! ;-)))))))
Ich rufe leise "Obacht!", damit der Schreck nicht riesengroß wird, wenn sich das Futterhaus plötzlich öffnet. Natürlich erschrickt der Igel und möchte fliehen. Weiß nicht, wohin...  Schon mache ich eine himmelblaue Markierung - hinten, quer. Leuchte kurz mit der Taschenlampe - keinerlei alte Markierung zu erkennen. Junges Tier. Setze es sanft wieder direkt ans Futter und schließe das Futterhaus.
Nach einigen Minuten höre ich es erneut schmatzen. ;-)

Ist es das Weibchen, das immer nur schimpft, auch wenn kein anderer Igel in der Nähe ist?

Ca. 900 - 1000 Gramm dürfte das Tierchen wiegen, keine Zecke zu sehen, klare glänzende Knopfaugen. Also abwarten und beobachten...

Montag, 25. Juli 2011

Regen ? Regen!

Eine Igelin - ist es Amelie? - schimpft laut vor sich hin - obwohl kein Verehrer in Sicht ist.... Dann.... Ein Männchen nähert sich ihr - ihr Schimpfen wird lauter und regelrecht wütend....im Sturmschritt läuft sie rückwärts... Der Galan ist dann doch leicht verunsichert und stutzt... Bei diesem Frollein ist offensichtlich kein Blumentopf zu gewinnen! ;-)
Also geht er erst mal ausgiebig trinken. *g*
Sie zieht es währenddessen vor, die Flucht zu ergreifen.
Schon senkt sich der Vorhang der kurzen Vorstellung wieder, um sich am Morgen einem nassen und tristen Grau zu öffnen...
Doch bei genauer Betrachtung verzaubert der Nieselregen die Natur in ein Meer tausender kleiner Lichtperlen, die alles Grün und alles Grau und alles Bunt schmücken und in ein Fest für die Sinne verwandeln. Und schon schimmert die Welt freundlich in den Tag hinein... ;-)


Sonntag, 24. Juli 2011

Sommer-Inspiration

Von den Igeln gibt es keine Neuigkeiten zu berichten - es ist und bleibt vorerst still auf der Wiese. Und bei diesen herbstlichen Temperaturen ist meine Motivation, am offenen Fenster Ausschau zu halten, nicht wirklich vorhanden. *g*
Es soll kühl und unbeständig bleiben - da helfen nur viele leuchtende Farben. ;-))))

Donnerstag, 21. Juli 2011

Stilles Dorf

Eine bunte Katze untersucht neugierig das Igeldorf, der Marder lässt es links liegen.
Herr Hausrotschwänzchen wird  gesichtet, und auch Familie Amsel ist wieder zu Gast.
Die "Fleißigen Lieschen" leuchten in strahlendem Weiß und blühen mit den roten Eisblumen um die Wette; das Dorf wächst zu - fast wie bei Dornröschen. *g*
Nur mit dem Prinzen hapert's - kein Igel findet momentan den Weg hierher.
Sommerpause.... ;-)

Montag, 18. Juli 2011

Die Liebe scheut den Regen nicht...

oder: Igelmädchen haben's nicht leicht, Teil 2 ;-))))

Die Liebe scheut den Regen nicht,
und nicht die nasse Wiese.
Doch sieht Herr Igel leider nicht,
dass Amelie er wählt, nicht Liese!

Und Amelie, die Arme,
die schimpft gar mächtig laut-
dass er sich doch erbarme,
sie sei die falsche Braut!

Der Igelmann denkt nicht viel nach-
nun ist er einmal nass!
Es stört ihn nicht, ihr Weh und Ach,
er will nur seinen Spaß...

http://www.youtube.com/watch?v=fT8hYCYWQAE

Freitag, 15. Juli 2011

Ein Igelmädchen hat's nicht leicht, Teil 1

Hunger hat die kleine Amelie, doch just zur "Aufstehenszeit" gegen 22 Uhr schüttet es seit Tagen allabendlich wie aus Kannen...
Und wenn sie denn endlich am Futterhaus eintrifft, müsste sie erstens durch eine große Pfütze laufen, um hinein zu gelangen, und zweitens ist es mit mindestens einem Igelmännchen bereits "besetzt". Sofern das Männchen sie wahrgenommen hat, nützt auch Flucht nicht mehr viel - es droht Verfolgung - notfalls bis zum Morgengrauen! *gg*
So sucht Amelie unter meinem Fenster nach der einen oder anderen leckeren Kleinigkeit, die vom Himmel fällt. Erschrickt schon fast nicht mehr, wenn um sie herum Rosinen landen. *lach*
Gutes Personal sorgt besonders für die Benachteiligten.;-))))
Aber ach - schon naht ein Verehrer.
Nun gut, Taschenlampenlicht mag er nicht, trollt sich eiligst davon.
Was muss das Personal auch so neugierig sein!!!
Amelie bleibt seelenruhig sitzen und frisst, so viel sie kann.
Da naht der Nächste. Lässt sich nicht vom Licht einschüchtern - schwer verliebt, der junge Mann. *gg*
Amelie schimpft und faucht  und tuckert - ihm ist es egal. Und schon dreht sich das Karussell....
Nach gut zwanzig Minuten ergreift das junge Frollein entnervt und olympiareif die Flucht.
Und da kein Tag wie der andere ist, sitzt sie heute ganz allein unter dem Fenster und lässt sich ordentlich verwöhnen, völlig ungestört.... ;-)))

Mittwoch, 13. Juli 2011

Liebe im Lavendelfeld

Von wegen! Igel sind schon da, nur sehen kann ich sie nicht. Dafür aber hören, und zwar laut.*gg*
Miss Amelie sitzt im Lavendelfeld und wettert und zetert fauchend gegen einen Verehrer mit schier unendlicher Ausdauer. Weithin ist ihr empörtes Tuckern zu hören.
Wie die Igel im dichten Holz des Lavendels überhaupt Platz finden, bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht gibt es ja ein geheimes Labyrinth, für menschliche Augen unsichtbar.....
Oder könnt Ihr Euch vorstellen, das dort mittendrin irgendwo Igel verborgen sitzen, die sich hinein und wieder herausfinden?


Montag, 11. Juli 2011

Des Nachts sind alle Igel grau...

Der Eingang zum Igeldorf
drum sieht man sie nicht so genau... ;-)
Die wenigen, die momentan überhaupt die Bühne betreten...
Scheint Urlaubszeit zu sein für die Stachelritter - alle unterwegs in den Gärten der Siedlung. Kein Igelkarussell zu hören, kein Ritterturnier, kein Stachelnrascheln...
Der im Igelfutterhaus bereitgestellte Snack ist immerhin jeden Morgen verspeist. *g*
Das Dorf liegt verwaist im Schatten der Bäume.
Noch. ;-)))
Das Personal ist bereits wieder am Werkeln - es gilt nach wie vor die Devise: "Unser Dorf soll schöner werden."
Die Pflanzen geben schon ihr Bestes und blühen üppig.*freu*
Ich werde berichten.;-)

Freitag, 8. Juli 2011

Sommerabend

In wunderschöne Wolken gehüllt steht der Halbmond am Himmel und wirft sein fahles Licht hinunter auf die feuchte Erde. Im letzten Abendlicht seh ich Herrn Fledermaus durch die Lüfte huschen...
Junikäfer summen und torkeln um die Blätterkrone der Ahornbäume.
Es raschelt deutlich vernehmbar und ein Igel betritt die Bühne; nein; er rennt vielmehr hin und her, scheint nicht zu wissen, wohin er möchte. Mich würde interessieren, wo er geschlafen hat, denn er ist voller Schmutz, der im Licht der Taschenlampe hell aufleuchtet.... Eine lustige Markierung.

Aber der Igel ist derart unruhig, dass er eiligen Schrittes über die Wiese stürmt, wohin auch immer.
Des öfteren ist zu beobachten, dass die Igel ohne erkennbaren Grund so auffallend nervös sind.
Aus dem Dunkel des Beetes höre ich lautes Schimpfen - Amelie kann wieder nicht in Ruhe fressen.
Sie wird bei passender Gelegenheit die Bühne verlassen und zu späterer Stunde wiederkehren. ;-)
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Mittwoch, 6. Juli 2011

Mamas und Papas

Nach dem (diesmal reichlichen) Regen atmet die Natur auf - die Wiese grünt von Neuem, die Pflanzen recken sich mit frischer Kraft der Sonne entgegen. Noch ist alles klatschnass, die Luft ist feucht und lässt imposante Wolkenberge in den Himmel wachsen. Schon brodelt es wieder und Gewitter entladen ihre Kraft - Sommerwetter. ;-)

Wenig Igel besuchen die Wiese, aber  Amelie höre ich öfters schimpfen in der Nacht.;-)))
Die dunkle Igelin sehe ich nicht mehr oft und habe die große Hoffnung, dass sie ihre Jungen bereits jetzt im Juli zur Welt bringen wird.
Man geht davon aus, dass ca. 80 Prozent aller Igelbabys im August und September geboren werden. In der Igelstation wurden einmal im Oktober Igelbabys abgegeben, die erst wenige Tage alt waren. Weshalb die Natur das derart ungünstig eingerichtet hat, würde ich gern wissen....
Zu Steinböckles Fragen:
Es heißt, dass Igel (Weibchen und Männchen) mit ca. 2 Jahren geschlechtsreif sind.
Einmal im Jahr bekommt eine Igelin Junge, meist 3- 5.
Nimmt man das durchschnittliche Lebensalter der Igel, dann wird eine Igelin vermutlich drei- bis viermal in ihrem Leben Junge zur Welt bringen.
Die Tragzeit beträgt ca. 35 Tage. 
Ungefähr sechs Wochen werden die Kleinen gesäugt, nach 3-4 Wochen haben sie die ersten Zähnchen und folgen der Mutter erstmals auf ihren Streifgängen.
Igelfamilien bestehen nur aus Mutter und Kindern. Die Männchen gehen nach der Paarung wieder ihrer Wege...;-)))

Bereits nach ca. 6 Wochen sind die Kleinen auf sich selbst angewiesen; die Mutter trennt sich von ihnen. Meist ist es dann schon Oktober, die Igel brauchen dringend Futterreserven für den Winterschlaf.
Es ist natürlich zu dieser Zeit schwer, noch Futter zu finden, geschweige denn ausreichend.
Aber einfach Igelkinder einzusammeln ist keine Lösung.
Der Spruch der Igelschützer lautet:
"Nicht jeder Igel benötigt Hilfe, aber jede Hilfe sollte richtig sein."
Als ich Amelie am 1. Oktober 2010 in Pflege nahm, wog sie gerade mal 138 Gramm; war völlig unterkühlt und sehr schwach.
Amelie ist also noch nicht mal ein Jahr alt.
Quasi eine Jugendliche. *g*
Sie entwickelte sich prächtig und wurde im Frühjahr, nach dem Winterschlaf unter meiner Obhut, wieder ausgewildert.
Hier noch mal ein Video aus ihren "Kindertagen" im Oktober:
http://www.youtube.com/watch?v=OP9FuAfkcmA&feature=related

Montag, 4. Juli 2011

Dauerregen-Date

Als wolle das Wetter die Trockenheit des Frühlings wett machen, regnet es ununterbrochen seit Samstagmorgen.... mal mehr, mal weniger, mal wie aus Kübeln...
Alles trieft und tropft in tristem Grau, und 15 Grad Höchsttemperatur sind Anfang Juli nicht der Bringer.
Ein frischer, oft böiger Wind sorgt für Oktober-Feeling pur...
Durch das geschlossene (!) Fenster höre ich einen Igel laut schimpfen und leuchte mit der Taschenlampe ins dunkle Nass.
Ich sehe ein Igelkarussell der besonderen Art - SIE; regelrecht empört, weicht laut schimpfend rückwärts aus, während ER sie hartnäckig werbend verfolgt. Beide sind bereits ordentlich nass. Und da leuchtet auch etwas Hellblaues auf - Amelie ist die junge Igeldame! Ich freue mich sehr, sie zu sehen. Offensichtlich geht es ihr gut. ;-))))))))))
Sie wird erst nächstes Jahr geschlechtsreif werden und Junge haben, aber Verehrer hat sie bereits dieses Jahr.
Ich hole die Kamera und nehme ein paar Sequenzen auf.
Amelies Verehrer ist... Napoleon!!!!!!!!!!!!!!!
http://www.youtube.com/watch?v=s8-yTRVlvAY

Samstag, 2. Juli 2011

Spielzeit- Pause

Napoleon nutzt seine Freiheit - er lässt sich nicht sehen.;-)
Die Bühne liegt still in der Dunkelheit, nur wenige Ritter wagen einen Auftritt. Noch sind sie auf großer Wanderschaft und durchstreifen die Gärten der Umgebung.
Na ja - heute möglicherweise nicht. Dauerregen kommt auch bei Igeln nicht gut an. *g*
So wird in dieser äußerst nassen Nacht vermutlich nicht ein Stück gespielt; allenfalls gibt es abseits der Bühne ein kleines Tet-a-Tet - so am Rande des Buffets. ;-)))