Montag, 31. Oktober 2011

Halloween


Am Halloween-Morgen finde ich Hinterlassenschaften von einem Igelchen, das schätzungsweise nur 250 Gramm wiegt. Noch kenne ich es nicht und noch weiß es das nicht - aber es ist bereits mein Wintergast.  ;-))
Ungewöhnlich mild ist der Tag, und trotz des grauen Hochnebels leuchtet das Laub der Bäume golden. Mit dem Nachmittag hüllen Nebelschwaden alles ringsum in feuchte Stille, während das fröhliche Lärmen der Kinder wie von fern hindurch verhallt: Süßes oder Saures!
Süß sind sie, die beiden Stachelkugeln, die ich in den Händen halte, um sie zu wiegen und zu markieren. Ruhig, ohne zu sprechen. Nicht eine Zecke kann ich entdecken und bin zufrieden.
Das Kleinere ist ein Mädchen und wiegt stolze 580 Gramm! Ganz kess versucht es von der Waage zu springen und stürmt sofort los, als ich es runter setze. Die himmelblaue Markierung leuchtet hinter dem Kopf der kleinen Carlotta.;-))
Das Größere ist spürbar sturer und ganz sicher ein Junge. Sagenhafte 750 Gramm bringt der kleine Carlos auf die Waage. Mit einem himmelblauen  Fleck am hinteren Stachelkleid trollt er sich über die Wiese.
Carlotta wird nur wenig später wieder zum Fressen kommen - zu groß ist ihr Hunger. Die Bedeutung der Taschenlampe hat sie indes erfasst und stürzt sich beim ersten Lichtschein mit einem Hechtsprung ins schützende Beet... *g*
Links sitzt Carlotta, rechts Carlos; noch ohne Markierung ;-)




Das ist die Straße, die Carlos täglich überquert....

Sonntag, 30. Oktober 2011

Besuch im Dorf

Goldgelbe Blätter regnen auf das Igeldorf und decken Häuser und Blumentöpfe zu - fast wirkt es verwunschen. Aber verlassen ist es nicht! Eines der Igelkinder hält sich dort regelmäßig auf, wie die Hinterlassenschaften beweisen.;-)
Vermutlich macht es sogar in einem der Häuser ab und an ein Nickerchen.
Da erneut Futter übrig bleibt, wird sich wohl wieder einer der erwachsenen Stachelritter in den Winterschlaf verabschiedet haben.
Es wird also stiller auf der Wiese, aber Tiere kann ich Euch trotzdem zeigen; aus dem Tierpark Dessau:




Freitag, 28. Oktober 2011

Da war doch noch was...

Wenn ich das Igelkind über die Straße tippeln sehe, vertraue ich darauf, dass es die Gefahr kennt und mittlerweile genau weiß, wann es laufen darf und wann nicht. Zunächst huscht es unter ein Auto (das immer an der gleichen Stelle parkt), von dort durch eine flache Hecke hindurch und schließlich ein kurzes Stück über den Fußweg zum Schulgelände; an den Müllcontainern vorbei zum Haselnußstrauch- Paradies. ;-)
Ich freu mich, dass es schon so groß und wohlgenährt ist.
Wenn ich es auf der Wiese unter meinem Fenster sehe, staune ich, wie klein es mir doch vorkommt. Tagelang zweifele ich an meiner Wahrnehmung, bis die Lösung des Rätsels auf der Wiese sitzt - und zwar gemeinsam. ;-))))
Es sind ZWEI Igelkinder! Ein größeres und ein kleineres. *freu*
Ich werde also nicht umhin kommen, die Beiden zu wiegen und zu markieren.
Links das Kleinere, rechts das Größere
Bericht folgt. ;-)
Links das Kleinere, mittig ein Erwachsener, rechts das Größere

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Der "Stichtag"


Gestern hörte ich von einer Igelin, die  (natürlich heimlich) beim Säugen ihrer sechs !!! Jungen beobachtet werden kann.  Solch einen Anblick wünsche ich mir auch mal, aber viel dringender ist es nun, Hilfe für Mutter und Kinder abzusprechen.
Die wirksamste Hilfe ist immer ein Zufüttern, damit die Igelin Kraft für ihre anstrengende Aufgabe tanken kann. Denn das Nahrungsangebot nimmt im Herbst deutlich ab, die Igelmutter muss weit laufen auf der Suche nach Nahrung, diese hier wird auch tagsüber beobachtet.  Sie muss also sehr hungrig sein... 
Hat jemand eine schlüssige Erklärung,  weshalb Igel so spät im Jahr geboren werden????
Ich werde es nie verstehen... *seufz*

Sechs Wochen werden die Jungen gesäugt, dann schickt die Mutter sie rigoros in die Selbständigkeit. Zu diesem Zeitpunkt wiegen die kräftigsten Igelkinder ca. 180 -200 Gramm. 
Da sie momentan noch gesäugt werden, sind sie vermutlich 4- 5 Wochen alt. Und der November steht vor der Tür....

Als "Stichtag" gilt der 1. November. Bis dahin sollten Igeljunge mindestens 500 Gramm wiegen, um über den Winter kommen zu können ( gerade so).
Diese sechs Kleinen haben ohne menschliche Hilfe absehbar keine Chance.
Selbst die Mutter ist in Gefahr bei einer so späten Geburt.
Für solche "Notfälle" sollte man immer eine Igelstation kontaktieren.

"Mein" eines Igelchen indes futtert sich allabendlich rund; wächst und gedeiht. Sobald es ruhiger wird auf der Straße, wagt es, diese zu überqueren, um zum reichlich gedeckten Tisch (ähm... zur Wiese...) zu gelangen.;-).
Anbei ein paar Herbstimpressionen für Euch aus dem Wörlitzer Park.;-)


Sonntag, 23. Oktober 2011

Goldener Oktober

Wie schnell doch ein Jahr vergeht! Wieder färbt der Herbst die Blätter bunt und die Sonne lässt sie golden leuchten. Die Gänse und Kraniche sammeln sich und fliegen gen Süden. Rauhreif verwandelt jeden Grashalm in ein glitzerndes Kunstwerk...
Vor einem Jahr begann sich Amelie nach ihrem fast verhängnisvollen Start ins Leben prächtig zu entwickeln, nun treffe ich sie abends oft im Futterhaus an; erwachsen, clever und vor allem hungrig. ;-)
Sie und zwei weitere Igel kommen noch regelmäßig zum Fressen, aber nicht mehr lang, dann schlafen auch sie.
Die dunkle Igelin könnte die Mama des Igelchens sein, denn sie faucht das Kleine an, als es zu nah kommt. Im direkten Vergleich sieht das kleine Igelchen erfreulich groß aus, finde ich. Und bin zufrieden bis hierhin. Der leichte Frost kroch nur über die ungeschützte Wiese, bis unter die Bäume konnte er seine eisigen Finger noch nicht ausstrecken....
Die nächsten Nächte werden milder und bleiben trocken, also gute Bedingungen für alle Igelkinder. ;-)
Links sitzt das Kleine; die dunkle Igelin faucht es an....

Goldgelbe Kastanienblätter - hab ich viele Jahre nicht gesehen!

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Nur fast ideal

Gegen halb Acht abends kommt das Schnurzelchen unter's Fenster und sucht Futter. Ins Futterhaus geht es nicht so gern, da sitzen die großen Igel. Es weiß inzwischen, dass es zuverlässig etwas Fressbares finden wird auf dem Stück Wiese nah am Haus. Es kennt bereits das Geräusch, wenn Futter vom Himmel fällt und neben ihm landet.
Es erschrickt nun nicht mehr ganz so heftig.
Niedlich hört es sich an, wenn es das Trockenfutter knabbert. Die übrigbleibenden Krümel holen sich am nächsten Morgen die fröhlich lärmenden Spatzen.;-)
Noch herrscht kein Frost, also macht es sein Verdauungsnickerchen gleich an Ort und Stelle. Mal mitten im hohen Gras, mal unter einer Konifere.
Fressen, Ruhen, Fressen, Ruhen - so geht das die ganze Nacht. ;-) Igel haben einen schnellen, intensiven Stoffwechsel.
Es kann nicht weit entfernt wohnen... - aber wo?

Der Zufall will es, dass der Fütterungsautomat nachts gegen 4 Uhr am Fenster erscheint. ;-)
Da liegt es, das kleine Igelchen. Im schwachen Licht des abnehmenden Mondes ist seine Silhouette im Gras auszumachen. Es läuft in die Richtung, aus der das Futter- Geräusch kommt. Frisst ein wenig und trollt sich dann Richtung Zaun. Oha. Zufall?
Nein... Vom Badfenster aus lässt sich beobachten, wie das Kleine die Straße überquert und zwischen den Garagen geradeüber verschwindet...
Gleich hinter den Garagen befindet sich ein üppig bewachsener Zaun, und auch ein versteckter Komposthaufen... 
Nun, so hat es nur einen kurzen Weg zum Futter und spart dadurch wertvolle Energie.
Ideal, wäre da nicht die Straße.... *seufz*

Igelkinder können noch nicht ausreichend Wärme speichern. Sie müssen also einen hohen Anteil der durch Nahrung aufgenommenen Energie für ihren Wärmehaushalt verwenden.
Je weniger Nahrung sie bei sinkenden Temperaturen finden, desto weiter laufen sie, um Nahrung finden zu können und verbrauchen damit alle Energie.
So erkranken viele Igelkinder z.B. an Lungenentzündung.
Die Sterblichkeitsrate liegt bei ca. 60-80 Prozent (Dazu zählen auch die Igeljungen, die durch getötete Mütter verhungern/eingehen.).
Man kann davon ausgehen, dass eine Zufütterung existenziell ist für die Kleinen.

P.S. Igelbabys werden bereits mit Stacheln geboren. Es sind ca. einhundert weiße Stacheln, die in die Haut eingebettet sind, um die Mutter nicht zu verletzen.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Das Igelchen

Abends um halb Acht kommt das kleine Igelchen unter mein Fenster und sucht nach Futter. Scheu ist es, weicht anderen Igeln aus und flüchtet bei ungewohnten Geräuschen an die Hauswand oder ins Beet...
Über Stunden hält es sich auf der Wiese auf. Geht auch ins Futterhaus - sehr vorsichtig. ;-)
Als mehrere Igel auf der Wiese versammelt sind, fotografiere ich hinaus ins Dunkel.
Im direkten Vergleich sieht das Igelchen gar nicht so klein aus, denn die erwachsenen Igel dürften alle ca. 1000 Gramm wiegen. Aber das kann täuschen...
Das Kleine sitzt hinten...

Sonntag, 16. Oktober 2011

Ein Wonneproppen!!!!!!!!!


Nachwuchs gesichtet!!!!!!! *freu*
Ganz allein sitzt das Kleine auf der Wiese und sucht nach Futter. Dieses fällt augenblicklich vom Himmel. Ist ja schließlich das Haselnußstrauchparadies. ;-)))
Ein neues Leben, unbefangen und ohne Reaktion auf Menschliches - so kann ich es in Ruhe bewundern und beobachten....
Meine erste Reaktion ist: "Wie niedlich!" (Herz geschmolzen.*g*)
Dann folgt: "Ach, das arme Kleine! Im Kalten! "
;-)
Das kleine Schnurzelchen fühlt sich da draußen aber offensichtlich pudelwohl - es ist ein wahrer Wonneproppen. Gut genährt, keine einzige Zecke zu entdecken. Es ist bereits etwas größer, vermutlich mindestens 10 Wochen alt. Schätzungsweise gute 400 Gramm dürfte es wiegen, wenn nicht mehr.
Also kein Grund, etwas zu vermenschlichen.
Natürlich würde ich gern wissen, ob Junge oder Mädchen... Man möge mir verzeihen, dass ich mir für die Natur ein Mädchen wünsche. ;-) Aber ich werde es nicht stören...
Verwunderlich nur, dass keine Geschwisterchen dabei sind.
Ein Nachbar erzählte mir, dass auf der Straßenlaterne direkt vor meiner Wohnung der Waldkauz gesessen hat. Somit wäre jedes Igelkind, das über die Straße läuft, leichte Beute. Wohl ernähren sich Waldkauze hauptsächlich von Mäusen und Vögeln, aber laut Wikipedia ist alles bis 300 Gramm geeignete Beute. Ein Igelkind entdeckt die Welt das erste Mal mit ca. 150 Gramm....
Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass sich ein Waldkauz sein Revier hier gesucht hat - ein Stück Artenvielfalt und Natur mehr in diesen für Tiere so harten Zeiten.
Eine bunte Katze nähert sich vorsichtig - sie hat das Futter gerochen.
http://www.youtube.com/watch?v=EW1wTRZ0_Vg
(Man hört einen Igel irgendwo fürchterlich husten..)
Aber es scheint ihr nicht geheuer zu sein und sie stromert weiter.
Das Igelchen schmatzt noch eine Weile weiter, dann trollt es sich über die Wiese....
http://www.youtube.com/watch?v=XQoGJbPo8t4

Samstag, 15. Oktober 2011

Wir essen zeitig.... ;-)

Jeder Abend, an dem ich Amelie sehe, ist ein schöner Abend; denn dann weiß ich, dass es ihr gut geht.
Und da das Igel-Frollein clever ist, wartet es nicht erst bis zur Dämmerung, um sich zum Futterhaus zu begeben. Rechtzeitiges Kommen sichert schließlich die besten Plätze am Buffet.;-)
Obwohl ich im Garten unterwegs bin, bemerke ich nicht, dass sie an mir vorbeiläuft.
Gegen 17:30 Uhr sitzt Amelie dann bereits im Futterhaus - da ist das Futter noch gar nicht kredenzt! *g*
Wir erschrecken uns beide, aber ich hab mehr Routine. Einen Body-Check-Up muss sie über sich ergehen lassen; dann schnell das Futter hineinstellen und den Deckel des Futterhauses schließen, bevor Panik aufkommt. ;-)
einhändig fotografieren kann schwierig sein...






















Nach Einbruch der Dämmerung rascheln dann die anderen Futtergäste durch das Laub, mindestens vier Igel haben noch großen Hunger. Alonso und Gandhi hab ich seit Tagen nicht gesehen; die werden bereits schlafen....
.. noch misstrauisch, was passiert...

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Die Sauber- Phase ;-)

Nur ein- bis zweimal im Jahr darf das Personal es erleben, dass die Futterhausgäste dieses so sauber verlassen, wie sie es vorfinden. Sehr ungewöhnlich, gar nicht typisch und überaus dankbar registriert. ;-)))
Den dritten Tag in Folge dauert schon die "Sauber-Phase"! ;-)
Trotz des Dauerregens letzte Nacht gibt es nicht einmal Fuß-Trapsen. Es sieht aus, als hätten sich die Igel vor dem Betreten die Füßchen abgeputzt. *lach*
Nun ja, bei Dauerregen gehen eben offensichtlich nicht mal Igel gern vor die Tür - es ist reichlich Futter übrig...
Der einzige, den ich überhaupt entdecken kann, ist Motzky.
Ab heute werden die Nächte empfindlich kühl, ab morgen soll es Frost geben...

Sonntag, 9. Oktober 2011

Walnuss- Party

Links die dunkle Igelin, rechts Amelie (hellblau markiert)
Da unten im Dunkeln sitzt sie, die kleine dunkle Igelin, und lässt es sich schmecken. Direkt vor ihre Nase fallen kleine Nuss- Stückchen vom Himmel. (Langjährige Übung *g*)
Das Personal lässt sich dazu hinreißen, eine weitere Nuss zielsicher zu platzieren. ;-)
Da schimpft die Igelin laut und heftig. Nanu...
Im Schein der Taschenlampe sind plötzlich drei Igel zu sehen, die dicht gedrängt dort sitzen, wo die Nüsse gelandet sind. Einer ergreift vor dem Licht sofort die Flucht - Igel Nummer 2 ist Amelie!
Die weicht natürlich keinen Zentimeter. ;-)  Solch eine Leckerei wie Walnuß lässt sie sich nicht entgehen. Amelie ignoriert die schimpfende Igelin einfach und sucht nach weiteren Nuss-Stückchen. Die kleine Igelin hält verdutzt einen Moment inne. Dann zieht sie es vor, doch lieber weiter zu schimpfen, gleichzeitig ebenfalls nach Nüssen suchend....
Als gutes Personal hat man die Situation sofort erfasst und sorgt entsprechend für wohl dosierten Nachschub. Walnüsse sind nicht nur sehr beliebt bei Igeln, sondern auch durch die darin enthaltenen Vitamine und Fette eine sehr gesunde Nahrungsergänzung.
(Unter jedem Nussbaum wird man Igel antreffen.)
Sobald die Leckerein verspeist sind, ist die Party vorüber... *g*
Vor die Kamera bekam ich übrigens einen seltenen Anblick - einen Igelmann mit fast schwarzem Fell; ein echter Hingucker ( sozusagen der Brad Pitt unter den Igeln....) !
Ein wahrer Prachtkerl !

Freitag, 7. Oktober 2011

Schlafenszeit

Stürmischer Wind, Regen und kühle 14 Grad - mit dem Temperatursturz wird es nun auch deutlich ruhiger auf der Wiese. Auch bleibt Futter übrig - die ersten Igel begeben sich in den Winterschlaf.
Das sind in der Regel die Männchen. Erst fressen sie weniger, dann gar nichts mehr, entleeren sich und drehen sich dann in ihr Nest ein. Durch das Drehen um ihre eigene Achse verdichten die Stacheln automatisch alles Laub drumherum, es entsteht eine erstaunlich feste Masse.
Der hübsche Motzky sitzt derweil noch jeden Abend unter meinem Fenster und wartet, ob er etwas bekommt.
Natürlich bekommt er.;-)))
Spät erst besucht Alonso das Futterhaus, um möglichst dem Licht der Taschenlampe und der damit verknüpften "Gefahr" zu entgehen. ;-)
Auch für ihn regnet es eine Nuss vom Himmel, die ihm hörbar gut schmeckt. ;-)

Seit Tagen finde ich keine weiteren Zwergenspuren...

Dafür findet man hier die unterschiedlichsten Tiere in wunderbar farbiger Vielfalt:
http://katze-und-co.npage.de

Auch die kleine Püppi (Igel- Pflegling im Jahre 2008) ist von der Künstlerin gemalt worden.*strahl*

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Gigantisch

Nach der nächtlichen "All- inclusive-Party" im Futterhaus hat es wieder einmal ein Igel vorgezogen, gleich an Ort und Stelle den Tag zu verschlafen. Schließlich ist man dann abends der Erste am Buffet. ;-)
Ich sehe einen friedlich schlafenden, wahren Giganten und bin beeindruckt.
So ohne Weiteres kommt der gar nicht durch den schmalen Gang des Futterhauses! *g*
Er hat es sich mitten auf den Futterresten bequem gemacht. Ob er wohl vom üppigen Mahl träumt? ;-)
Also same procedure as jedesmal in solchem Fall - Igel in die eine Hand, mit der anderen Hand saubermachen...
Boah...der ist schwer! Und ganz friedlich. Es ist ein älterer Igel-Herr.
Ich entferne ihm noch drei Zecken aus dem Stachelkleid - ist ja all inclusive - setzte ihn wieder zurück ins Futterhaus und mache ganz schnell den Deckel zu.

Montag, 3. Oktober 2011

Die schönen Seiten ...

Die Mulde
des Herbstes dürfen wir genießen; am Tage Sonne satt von einem tiefblauen Himmel, in der Nacht einen kristallklaren Sternenhimmel als Kulisse für  den schimmernden Mond...
Genießen darf das Personal auch allesamt ziemlich rundgefutterte Igel, von denen kaum einer hustet oder gar mit Parasiten befallen ist. Und - es gibt tatsächlich erste Zwergenspuren!!!
Trotz intensiven Beobachtens der Wiese hab ich zwar bisher nichts Kleines entdecken können, aber das klappt schon noch... ;-)
Und weil man dieses traumhaft schöne Wetter nutzen muss, hab ich Euch ein paar Fotos von unterwegs mitgebracht:
Die Elbe, rechts Einfahrt zum Leopoldshafen

Leopoldshafen

Leopoldshafen

Der Elbpavillon am Leopoldshafen  (heute Ferienhaus)

An der Elbe

Sonntag, 2. Oktober 2011

Pünktlich um halb Acht...

raschelt es im Laub; ganz hinten im Garten...und wenige Augenblicke später läuft ein Igel eiligenschrittes zum Haselnußstrauch- Paradies. Exakt an der gleichen Stelle wie an jedem Abend wird abgebogen, um unter dem Zaun durchzukriechen. Und schwups - schon ist Amelie im Futterhaus verschwunden. ;-)
Rechtzeitiges Kommen sichert die besten Plätze. *g*
Der Abend wischt das Orange des Sonnenunterganges vom Himmel und taucht die Welt in eine melancholische Dämmerung. Strahlend schön wandert die Mondsichel über's Firmament.
Ein Igel überquert die nasse Wiese; er hat Zeit. Sucht nach Rosinen. ;-)
Nun geht es Schlag auf Schlag, im Haselnußstrauch- Paradies herrscht Hochbetrieb - begleitet vom Schimpfen der beiden Empfindsamen: Amelie und Motzky...
Die Zeit der Ritterkämpfe ist wohl vorbei; die Aufführung scheint den Titel zu tragen: "all you can eat"
*g*