Montag, 30. Mai 2011

Über dem Paradies

sitzt am offenen Fenster, mit Taschenlampde und Rosinen ausgerüstet, das Personal und beobachtet die Wiese, die allmählich im Dunkel versinkt. Und kaum senkt sich der letzte abendliche Schleier, hebt sich der Vorhang für das Spektakel der Nacht.
Die Stachelritter betreten die Bühne:
Es wird gekämpft, gefaucht und auch gelitten.
Es wird verehrt und umworben, abgewiesen und vielleicht auch erhört.
Es wird gehustet und geprustet, geschmatzt und mal geniest.
Es wird gekratzt und die Rüstung heftig geschüttelt.
Es wird ausgiebig getrunken und von den süßen Verführungen genascht, die ein Paradies so bietet.
Es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, die Akteure füllen die gesamte Bühne mit ihrer Präsenz und verzaubern sie zu einem Sommernachtsmärchen, wie es Shakespeare nicht besser hätte schreiben können.
Und manchmal erhellt ein Blitz von oben - von "über dem Paradies" - so manch skurrile Szene...

Samstag, 28. Mai 2011

Amelie vs. Hedschie

Die kleine Madmoiselle hat immer schon ordentlich Appetit, wenn ich abends das Futter bringe, und kommt mir ab und an bereits entgegen.
Dadurch hab ich dann einen "Kontrollblick" und entdecke vor zwei Tagen etliche Riesenzecken in Amelies niedlichem Gesicht. Da wird sie wohl mal in ein Zeckennest geraten sein. So möchte ich es nicht lassen, also folgt die bei Igel und Pfleger gleichermaßen verhasste Zeckenentfernaktion.
Natürlich mit vorbereitetem Beruhigungsfutter für danach.;-)))
Doch das streitbare Igelfrollein ist nicht gewillt, zu kooperieren. Sie boxt heftig. Natürlich ist sie neugierig und rollt sich immer wieder aus. Mit der Zeckenzange habe ich keine Chance, ich muss schnell sein, also versuche ich, die jeweilige Zecke mit dem Mittel einzupinseln. So im Adlersuchsystem. Zecke anpeilen, mit dem Pinsel draufstürzen. Möglichst in weniger als einer Sekunde. ;-)
Das Mittel ist eiskalt, das macht es nicht einfacher.
An den Ohren lande ich ein paarmal einen "Treffer". *lach*
Immerhin kann ich erkennen, dass wirklich nur der Kopf von den Plagegeistern befallen ist. Die Beine und das Hinterteil sind zeckenfrei. Ein gutes Zeichen. Denn bei einem kranken Igel sitzen dort die Zecken traubenweise.
Ich staune immer wieder, welche Kraft so ein paar hundert Gramm leichtes Wildtier entwickeln kann.
Und wenn ein Igel nicht will, hat der Mensch (unter normalen Umständen) keine Chance. Faszinierend.
Mir bleibt nur noch, die Kleine wieder in ihr Haus zu setzen. Gestresst stürmt sie in ihren Schlafkarton, aber bereits wenige Sekunden später höre ich sie schmatzen....
Diese Runde geht an Amelie.;-)))))
Heute Abend nun - Amelie trampelt schon hungrig hin und her - entdecke ich nur noch eine große Zecke auf ihrer Stirn. Damit kommt sie gut alleine klar.
Auf den Appetit hat die jedenfalls keinen Einfluss. *g*

Mittwoch, 25. Mai 2011

Heiße Nächte unter'm Fenster

Lautes Schimpfen ist zu hören, direkt unter meinem Fenster. Ich beleuchte die Szenerie und bin zunächst leicht irritiert, denn ich sehe drei Igel auf einem Fleck!
Don Juan (links) schiebt sich durch -  SIE ( Bild oben) wehrt sich...

Schnell wird klar, dass der Größte (im Bild links, bräunlich) seine gerade entdeckte Herzallerliebste (im Bild oben, ganz dunkel, fast schwarz) liebestrunken umkreist. Dass da ein weiterer Igel sitzt, stört ihn nicht - der ist wesentlich kleiner und jünger (im Bild unten, grau wirkend, juvenal); also keine Konkurrenz. Der Kleine weicht aber auch nicht einen Millimenter von der Stelle. Verständlich, dort liegen die Rosinen.*lach*
So schiebt sich der Don Juan am Kleinen vorbei, immer seine Liebste umkreisend.
Die schimpft, aber ich glaube, sie ist doch ein wenig von ihm beeindruckt.;-))
Immerhin ist er doppelt so groß wie sie....
Don Juan senkt den Kopf, während er sie umkreist, fast unterwürfig und vorsichtig nähert er sich ihr. Ihre Abwehr ist denn auch gar nicht so heftig....
Immer im Kreis herum....

Er kommt ihr näher....

Er versucht, aufzureiten, aber das will sie nicht, dreht sich weg und schimpft wieder.
Er geht auf's Ganze, aber sie mag nicht....
Der Kleine schimpft ebenfalls, und zwar lauter als sie! *lach*
Doch das bemerkt der Freier nicht. Immer dringender wird sein Werben, unermüdlich umkreist er die hübsche Igelin. Die entdeckt ein paar Rosinen und nascht davon. Don Juan scheint verunsichert. Entfernt sich einige Schritte, nascht ebenfalls. Nähert sich ihr erneut, aber dann verlässt er plötzlich die Bühne. Sein Abgang verläuft dramatisch raschelnd zwischen den Koniferen.
Sie nutzt die Gelegenheit und huscht durch den Gartenzaun davon.
Der Kleine schimpft noch vor sich hin und hat nun alle Nascherei für sich alleine...;-)
Der Kleine (Bild unten) in sicherer Entfernung...

Dienstag, 24. Mai 2011

Im Dienst der Wissenschaft

hab ich soeben völlig ungeniert und investigativ einem Igelkarussell zugeschaut und es sogar fotografiert!!!!!!!!!
Direkt unter meinem Fenster....
Das Pikante daran - sie waren zu dritt! *lach*
Ich muss die Fotos erst bearbeiten, bevor ich sie einstellen kann - das erhöht die Spannung bis morgen! *gg*

Montag, 23. Mai 2011

Dorf - Idylle

Nachmittagssonne auf blauem Himmel mit weißen Wölkchen...;-)
Die Blumen im Igeldorf haben dringend ein bissle Pflege nötig, auch ein paar neue Pflanzen wollen gepflanzt werden. Also nehme ich mir meinen kleinen Hocker, setze mich ins Dorf und gärtnere ein wenig.
Dabei kann ich hören, dass es in Haus 1 leicht hustet.
Ein markanter Ruf lässt mich aufschauen - da ist er! Der wunderschöne Grünspecht, der mit seinem spitzen Schnabel Insekten aus der Wiese gräbt und lustige Löcher hinterlässt.
In Haus 2 kratzt sich jemand ganz heftig.
Die Stiefmütterchen sehen wirklich traurig aus, aber ich kann mich wie jedes Jahr nicht dazu durchringen, sie wegzuwerfen. Ich stelle sie in den Hintergrund, so können ihre Blüten noch fröhlich leuchten.
Da zwitschern die Stare ziemlich aufgeregt ihr Repertoire an schrillen Vogelstimmen und ich blicke hinauf in die Ahornbäume, was denn die Ursache sein könnte.
(Die Stare imitieren sogar den Ruf des Milans. Aber nochmal falle ich nicht drauf rein.*gg*)
Herr Corvus Nebelkrähe sitzt schräg über mir im Grün des Ahorns und schaut zu, was ich da mache. Vielleicht fällt ja etwas für ihn ab. ;-)))))
Zur Flucht bereit umgedreht, aber noch immer mich fest im Blick...

Herr Corvus Nebelkrähe ist ein sogenannter Hybrid, eine Kreuzung zwischen Nebelkrähe und Rabenkrähe. Sein Federkleid vereint die Merkmale beider Elternteile und macht ihn zu einem auffallend schönen Tier.
In Haus 1 raschelt es - da macht es sich vermutlich jemand im Gang des Hauses bequem, dort ist es etwas frischer als drinnen im Nest.
Ganz leise öffne ich das Dach des Hauses und schaue kurz hinein - Alonso hat sich langgemacht und fühlt sich wohl. *freu*
Dieses Bild ist tatsächlich etwas unscharf, wollte schnell sein...*g*
(Alonso ist auf einen Blick gut zu erkennen - er hat  - das arme Kerlchen - sehr wenig Fell.)
Die Belegung der Häuser gleicht einem Hütchenspiel, aber im Wesentlichen pendelt es sich auf Amelie, Alonso und Napoleon ein.;-))
So, alle Pflanzen gepflanzt und gegossen. Nun noch ein Foto für Euch, dann ist die idyllische Zeit im Dorf für heut zu Ende.;-)

Sonntag, 22. Mai 2011

Nächte im Mai

Nach dem abendlichen Regen erhebt sich ein Konzert der schönsten Vogelstimmen - sie feiern den Fühling, der mit der Feuchtigkeit auch Nahrung bringt...
Mehrere Sprosser singen um die Wette, dass es eine Freude ist!
Von fern, und doch deutlich vernehmbar, ruft ein Uhu in die Nacht.
Ab und an höre ich es schmatzen auf der Wiese, auch Stachelrascheln und Fauchen. Und Nachbars Mini- Hündin knurrt wütend ins Dunkle, wenn sich ein heimlicher Besucher auf das von ihr bewachte Grundstück wagt.
Nachtfalter flattern trunken um das Licht der Laternen.
Der Westwind trägt nur noch schwach die Geräusche der Straße heran - es wird zauberhaft still ringsum.
Ein Igel findet vom Himmel gefallene Rosinen, ein anderer einen Käfer im feuchten Gras.

Was wäre das schönste Fernsehprogramm gegen diese spannende Natur! ;-))))))

Amelie - seit einer Woche nicht gesehen - kommt mir heut in Haus 2 bereits entgegen, als ich Futter bringe. Meine Freude ist groß. Und gut sie sie aus. Keine Zecke zu entdecken. Die himmelblaue Farbe leuchtet.
Ach..... Ich habe einen Traum.;-)))))))
Irgendwann mal ... möchte ich eine Igelmama mit ihren Jungen live beobachten dürfen. ;-)))
Und es darf gern Amelie sein.....
Die beiden anderen Häuser sind übrigens ebenfalls bewohnt. Gestern sah ich einen sehr schlanken, hübschen Jungigel ins Nest huschen. Es könnte Aramis sein...

Donnerstag, 19. Mai 2011

Die Reihen lichten sich...

Das mittlere Haus wird schon für die Renovierung vorbereitet.
Im Igeldorf wird es leer, und auch auf der Wiese ist es stiller als sonst - die Igelmännchen sind auf Wanderschaft. Sie suchen nach Weibchen. ;-))))))))))))
Apropos - Amelie hab ich seit Tagen nicht gesehen.
Alonso hält dem Dorf noch die Treue und wohnt im linken Haus.
Er ist einer der Igel, der das Adrenalin anderer Männchen heftig zu spüren bekommt. *g*
Die Angriffe erfolgen mit ziemlicher Wucht - ich staune immer, was ein Igel so aushalten muss/kann. Aber sie haben ja ihren Stachelpanzer, fest wie eine Rüstung, mit super-Muskeln drunter.

Die Vorbereitungen für die nächste Phase der Dorf-Renovierung sind im Gange; Ich werde berichten.;-)

Samstag, 14. Mai 2011

Zurück von Elba

Da schau an - abends sitzt in Amelies ehemaligem Futterhaus ein großer Igel. Er ist überhaupt nicht scheu, nur eine Zecke will er sich partout nicht rausmachen lassen. Okay, also Futter hinstellen und Deckel vom Haus wieder zumachen.
Es rumpelt, und der Gast verlässt etwas verwirrt das Futterhaus, dreht sich einmal, so als würde er sich orientieren, und betritt das Futterhaus erneut.
Ich halte die Kamera unter das Regendach und löse aus. Hm, zwar bisken schief und auch unscharf, aber ich  erkenne eine Hungerfalte (zwischen Kopf und Körper).
Und - das gespaltene rechte Ohr...
WOW. Es ist Napoleon!!!!!!!!
Der Name verpflichtet offensichtlich - der kleine Kämpfer hat den Winterschlaf gut überstanden und ist ins Leben zurückgekehrt.
Das sind so Momente.....*strahl*

Freitag, 13. Mai 2011

Es wird eng ...

im Igeldorf - Amelie ist just zu spät und nun Dritte im Bunde bzw. im Haus. So begnügt sie sich mit einer Ecke im Gang des Hauses. Da ist wenigstens ein gewisser Abstand zu den beiden anderen Igeln drinnen gegeben! *lach*
Ich lege ihr extra Küchenkrepp hin; und tatsächlich - als ich abends das Futter bringe, liegt sie eingekuschelt in einem hübsch gebauten kleinen Nest. Schläft friedlich. Bemerkt mich doch ganz schnell und reckt mir ihr Köpfchen entgegen. Setzt sich auch sogleich in Bewegung, um als Erste am Futternapf zu sein. *g*

Dienstag, 10. Mai 2011

Noch einmal das selbe Spiel

weil es uns so gut gefiel...;-)))
Alonso schläft im Gang "seines" Hauses, drinnen liegt Amelie. Sie weiß genau, was mein Kommen bedeutet und reckt ihr Näschen schon witternd dem Futter entgegen.
Abgenommen hat sie, das ist deutlich zu sehen. Sie läuft ja nun auch viel mehr als während ihrer Reha- Maßnahme. *g*
Auch Alonso riecht das Futter und beginnt sich zu regen.
Da Amelie so gar keinen Platz macht, ist es schwierig, das Futterschälchen abzustellen. *lach*
Und sofort gräbt sie das kleine Schnäuzchen hinein und schmatzt genüsslich.
Grummelnd nähert sich auch Alonso dem Futter. Ich warte still ab, wie sie sich verstehen werden - Amelie ist bereit, sich zurückzuziehen, Alonso ist sanftmütig und vorsichtig wie immer. Harmonie pur.
Und des Pflegers große Freude.;-)))
Diesmal drücke ich auf's Video-Knöpfchen und filme für Euch
(Das Hochladen bei youtube hat für gut 1 Minute Video sagenhafte 90 Minuten gedauert!) : 
http://www.youtube.com/watch?v=5i4jr1_UET8

Ihr könnt Alonso grummeln und beide schmatzen hören.;-)))

Montag, 9. Mai 2011

Bäumchen wechsel dich...

Jeden Tag sind im Igeldorf alle drei Häuser belegt - ausgebucht.;-))))
Und jeden Tag schläft ein anderer Igel in den Häusern. Alonso ist offensichtlich von Amelie vertrieben worden (Er ist viel zu sanftmütig!). Kommt das Futter nicht pünktlich, wandert Amelie in "ihr" ehemaliges Futterhaus und wartet dort auf das Essen.*lach*
Im großen Futterhaus unter dem Haselnuss- Strauch reicht das Futter auch für späte Gäste noch.
Im Licht der Taschenlampe kann ich wahre Igel- Giganten beobachten, auch den kleinen Aramis und meinen Rosinensammler.
Eine spannende Welt erwacht da allabendlich auf der Wiese. ;-)

Samstag, 7. Mai 2011

Der Rosinensammler

Mild ist es am Abend, Fliederduft treibt über die Wiese. Der Wind hat sich schon zur Ruhe gelegt und hinterlässt friedliche Stille.
Auf den Steinen direkt unter meinem Fenster knirscht es - ein Igel sammelt offensichtlich die Rosinen auf, die sich zwischen die Steine verirrt haben, als sie vom Himmel fielen. ;-)))))))))  Ist ganz versunken in seine Aufgabe und lässt sich auch vom Schein der Taschenlampe nicht stören. Immerhin erkenne ich in ihm den kleinen Alonso. *freu*
Unter dem Zaun huscht der große Fremde durch und stürzt sich zunächst auf den Rosinensammler. Aber er mag den Lichtschein nicht, hält inne und trollt sich dann schleunigst. ;-)))
Nach den obligatorischen Abwarteminuten rollt sich Alonso wieder auseinander und sucht weiter nach Rosinen.*gg*
Als er exakt unter meinem Fenster ankommt, rollt er sich zusammen und macht ein Nickerchen.
Ich staune nicht schlecht.
Einen Morgen später - das Personal ist mit Reinigungsarbeiten beschäftigt - grummelt es und das Küchenkrepp bewegt sich - da schau an - klein Alonso begrüßt mich. ;-) Hält sein Näschen aus dem Schlafkarton und gähnt erst einmal, dann schläft er weiter.

Je wärmer es tagsüber ist, desto später wird das Futter abends kredenzt, nach 19 Uhr jedenfalls.
Und wieder erwartet mich eine Überraschung in Alonsos Haus: Amelie sitzt drinnen.   Sie muss nachmittags von nebenan hierher gewandert sein. Bevor sie Theater machen kann, schiebe ich ihr das Futterschälchen unter die Nase. Funktioniert.
Madmoiselle beginnt zu fressen. *lach*
Da grummelt es erneut - Alonso riecht natürlich sein Abendbrot. Und schiebt sich - vorsichtig - aus seinem Schlafhäuschen. Dass Amelie anwesend ist, scheint ihn nicht im Mindesten zu stören.
Friedlich sitzen beide Igel nebeneinander und futtern. *strahl*
Getreu meinem Motto, nie ohne Kamera aus dem Haus zu gehen, habe ich diese niedliche Szenerie für Euch fotografiert. ;-)
(Danach diskreter Rückzug des Personals.)

Amelies erstes (?) Date

Das Futterhaus unter dem Haselnuss-Strauch ist sehr gut frequentiert, so oft ich auch mal am offenen Fenster lausche, höre ich es schmatzen.;-)))
Auch höre ich ein leises Schimpfen. Ziemlich nah sogar. Also - Ihr wisst schon - Spot an und schauen.*g*
Ich sehe ein Igelkarussell!
ER schleicht langsam und fast demütig immer wieder um seine Auserwählte herum.
SIE wehrt sich schimpfend und fauchend, so gut sie kann.
Drückt sich unter die Konifere, außerhalb meines Blickfeldes.
Da ist für IHN schlechtes Herankommen. Bald begreift er, dass seine Chancen schlecht stehen und trollt sich über die Wiese. Neugierig warte ich ab, bis die Igelin weiterlaufen wird. Ist es ein anderes Weibchen als "meine" Amelie?
-  Und schon leuchtet es himmelblau... ;-))))
Amelie ruht sich eine Weile aus und läuft in einem weiten Bogen zum Futterhaus, überlegt nicht lang und geht hinein.
Dort sind bereits zwei Igel drin, es rumpelt ordentlich. Als Amelie dazukommt, wird es ruhig drinnen. Aha. In Gedanken sehe ich Amelie fressen und die beiden anderen danebenstehen.*lach*
Aber nein, einer der beiden zieht es vor, das Futterhaus zu verlassen.... und wird davor erwartet vom nächsten Igel, der sogleich sein Mütchen an ihm kühlen muss....
Wieder rumpelt es ordentlich - ich halte die Kamera ins Dunkel und löse aus. Der Blitz ist gut! Zu meiner großen Überraschung sehe ich plötzlich drei !! Igel auf dem Foto!
Der Kleinste bleibt - wieder einmal - als Kugel zusammengerollt zurück.
Irgendwann wird auch er mal der Größte sein und andere besiegen können....
Während also vor dem Futterhaus Ritterturniere stattfinden, lässt es sich Amelie schmecken.
Gut so - Kraft wird sie brauchen bei den vielen Jungs, die allesamt auf Brautschau sind! *gg*

Donnerstag, 5. Mai 2011

Wiesn-Geschichten

Je später der Abend, desto zahlreicher die Gäste.;-)
Direkt vor meinem Fenster höre ich es husten. Also Spot an und schauen - Aramis sitzt auf der Wiese und lässt sich die soeben gefundene Rosine schmecken.
Ab und an geschieht es ja, dass Rosinen vom Himmel fallen. ;-))))))))))))
Irgendwo in den Gärten singt ein Sprosser eine bezaubernde Melodie und es duftet betörend nach Flieder, aber die Kälte schleicht über die Wiese und macht das offene Fenster mal wieder nicht zum idealen Aufenthaltsort...
Am Igeldorf sehe ich einen Igel flitzen - im Schein der Taschenlampe leuchtet das himmelblaue A deutlich erkennbar!!! (War eine prima Idee vom Personal, dieses Himmelblau. *g*)
Amelie trinkt und zischt dann schnell wie ein Pfeil um die Ecke, hinter das Dorf.
Aus dem großen Futterhaus kommt der große Fremde und wittert natürlich den kleinen Aramis.
 Lässt ihn aber komplett in Ruhe, nascht ihm stattdessen die Rosinen quasi unter der Schnauze weg.
Aramis schimpft, bleibt aber als Kugel liegen. Lange, nachdem der Große schon weg ist, liegt der Kleine immer noch im Gras und rührt sich nicht. Hm. Vielleicht macht er ein Nickerchen.;-)
Wenn er aufwacht, findet er noch ein paar Rosinen vor...

Mittwoch, 4. Mai 2011

Kalte Nächte

Spät ist es, als mir einfällt, die empfindlichen Balkonpflanzen vor dem Frost zu schützen, der angekündigt ist. Direkt vor dem Balkon läuft ein kleiner Igel - von oben sieht er natürlich kleiner als, als er ist. Ich schätze, 700 Gramm wird er haben. Dies könnte Aramis sein! Was ich im Schein der Straßenlaterne erkennen kann, gibt Anlass zur Zufriedenheit. Und das Futterhaus ist gut gefüllt - auf den Weg dorthin macht er sich nun.
Also vom Balkon hin zum Wohnzimmerfenster. Da trippelt er schon heran - als erstes trinkt er. Lange, sehr lange. Das hört sich total niedlich an! *g*
Nein, ins Futterhaus mag er zunächst nicht, bestimmt sitzt bereits ein Igel drin und er möchte einer Konfrontation aus dem Weg gehen.
Er ist nunmehr der deutlich kleinste Igel im Revier - seine Brüder bringen erheblich mehr Gewicht auf die Waage, auch Amelie kann man propper nennen. Ganz zu schweigen vom Schlafgast....
Stattdessen läuft er am Beet entlang zur nächsten Trinkschale gegenüber dem Igeldorf. Trinkt, schnüffelt, trippelt ein paar Schritte über die Wiese.
Da höre ich Stachelrascheln und lautes Schimpfen, sehe hinter den Koniferen im Schein der Laterne zwei Igel bei einer Prügelei..... Da hat's ihn wohl bereits erwischt.... :-(
Der "Sieger" kommt kurz darauf stürmisch zum Futterhaus gelaufen - der kleine Aramis ist es nicht.....
Bevor ich ernsthaftere Frostschäden davontrage, schließe ich das Fenster. ;-)

Die Herrschaften Pflegekinder nächtigen mal wieder im Dorf - kein Wunder, heute sollen es minus 3 Grad werden!

Montag, 2. Mai 2011

Alles neu macht der Mai?

Nachdem sämtliche Igel gestern das Dorf verlassen hatten - Walpurgisnacht??? *g* - sind sie heute alle wieder da. ;-))
Und wer zuerst kam, hatte freie Wahl der Häuser. Pech für Amelie - sie war ofensichtlich spät dran, denn alle Häuser sind belegt. So schläft sie im Gang des linken Hauses. Wer auch immer bereits im Haus ist - er lässt sie nicht mit ins Nest.
Ich freue mich, sie wiederzusehen, gebe ihr Küchenkrepp hinein, damit sie etwas wärmer liegen kann. Entdecke eine Zecke und will die abmachen, aber das streitbare Igel- Frollein kann von null auf hundert boxen und fauchen.*lach*
Frostig soll es werden in den nächsten Nächten, da wird das Personal im voll belegten Igeldorf wohl gut zu tun haben. ;-)))